

Gültigkeit
: ab 01.01.2010
zum
Stand -> 1. Jan. 2009
-> 1. Jan. 2008 -> 1. Juli 2007 -> 1. Juli 2005 -> 1. Juli 2003 -> 1. Januar 2002
Von den Tabellenbeträgen wird
die Hälfte des Kindergeldes abgezogen, wenn die Frau das ganze Kindergeld
erhält.
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Kindergeldanrechnung
nach § 1612 b Abs. 5 BGB
Das auf das jeweilige Kind
entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf)
anzurechnen.
Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des
jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles
Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Für das 1. und 2. Kind
beträgt das Kindergeld derzeit 184 EUR, für das 3. Kind 195 EUR, ab dem 4. Kind
215 EUR.
Kindergeldverrechnungstabelle in Euro
|
1.
und 2. Kind |
0-5 |
6-11 |
12-17 |
ab
18 |
% |
|
|
1. |
bis
1500 |
225 |
272 |
334 |
304 |
100 |
|
2. |
1501
- 1900 |
241 |
291 |
356 |
329 |
105 |
|
3. |
1901
- 2300 |
257 |
309 |
377 |
353 |
110 |
|
4. |
2301
- 2700 |
273 |
327 |
398 |
377 |
115 |
|
5. |
2701
- 3100 |
289 |
345 |
420 |
403 |
120 |
|
6. |
3101
- 3500 |
314 |
374 |
454 |
442 |
128 |
|
7. |
3501
- 3900 |
340 |
404 |
488 |
480 |
136 |
|
8. |
3901
- 4300 |
365 |
433 |
522 |
519 |
144 |
|
9. |
4301
- 4700 |
390 |
462 |
556 |
558 |
152 |
|
10. |
4701
- 5100 |
416 |
491 |
590 |
597 |
160 |
|
3.
Kind |
0-5 |
6-11 |
12-17 |
ab
18 |
% |
||
|
1. |
bis
1500 |
222 |
269 |
331 |
298 |
100 |
|
|
2. |
1501
- 1900 |
238 |
288 |
353 |
323 |
105 |
|
|
3. |
1901
- 2300 |
254 |
306 |
374 |
347 |
110 |
|
|
4. |
2301
- 2700 |
270 |
324 |
395 |
371 |
115 |
|
|
5. |
2701
- 3100 |
286 |
342 |
417 |
397 |
120 |
|
|
6. |
3101
- 3500 |
311 |
371 |
451 |
436 |
128 |
|
|
7. |
3501
- 3900 |
337 |
401 |
485 |
474 |
136 |
|
|
8. |
3901
- 4300 |
362 |
430 |
519 |
513 |
144 |
|
|
9. |
4301
- 4700 |
387 |
459 |
553 |
552 |
152 |
|
|
10. |
4701
- 5100 |
413 |
488 |
587 |
591 |
160 |
|
|
Ab
4. Kind |
0-5 |
6-11 |
12-17 |
ab
18 |
% |
||
|
1. |
bis
1500 |
209,50 |
256,50 |
318,50 |
273 |
100 |
|
|
2. |
1501
- 1900 |
225,50 |
275,50 |
340,50 |
298 |
105 |
|
|
3. |
1901
- 2300 |
241,50 |
293,50 |
361,50 |
322 |
110 |
|
|
4. |
2301
- 2700 |
257,50 |
311,50 |
382,50 |
346 |
115 |
|
|
5. |
2701
- 3100 |
273,50 |
329,50 |
404,50 |
372 |
120 |
|
|
6. |
3101
- 3500 |
298,50 |
358,50 |
438,50 |
411 |
128 |
|
|
7. |
3501
- 3900 |
324,50 |
388,50 |
472,50 |
449 |
136 |
|
|
8. |
3901
- 4300 |
349,50 |
417,50 |
506,50 |
488 |
144 |
|
|
9. |
4301
- 4700 |
374,50 |
446,50 |
540,50 |
527 |
152 |
|
|
10. |
4701
- 5100 |
400,50 |
475,50 |
574,50 |
566 |
160 |
|
Anmerkungen:
1. Die
Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist
den monatlichen Unterhaltsbedarf
aus, bezogen auf
drei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht
identisch mit dem
Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden
Anmerkungen.
Bei einer größeren/
geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch
Einstufung
in
niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur
Deckung des notwendigen
Mindestbedarfs
aller Beteiligten – einschließlich des Ehegatten – ist gegebenenfalls eine
Herabstufung
bis in die unterste
Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht
aus,
setzt sich der
Vorrang der Kinder im Sinne von Anm. 5 Abs. 1 durch. Gegebenenfalls erfolgt
zwischen den
erstrangigen
Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.
2. Die
Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbedarf in Euro gemäß
§ 1612 a BGB
i. V. m. § 36 Nr. 4
EGZPO. Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen
Einkommensgruppe
gegenüber dem
Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des
gerundeten
Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612
a Abs. 2
S. 2 BGB
aufgerundet.
3. Berufsbedingte
Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten nach objektiven
Merkmalen
eindeutig abgrenzen
lassen, sind vom Einkommen abzuziehen, wobei bei entsprechenden Anhaltspunkten
eine Pauschale von
5 % des Nettoeinkommens - mindestens 50 EUR, bei geringfügiger Teilzeitarbeit
auch weniger, und
höchstens 150 EUR monatlich - geschätzt werden kann. Übersteigen die
berufsbedingten
Aufwendungen die
Pauschale, sind sie insgesamt nachzuweisen.
4. Berücksichtigungsfähige
Schulden sind in der Regel vom Einkommen abzuziehen.
5. Der
notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt)
- gegenüber
minderjährigen unverheirateten Kindern,
- gegenüber volljährigen
unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im
Haushalt
der Eltern oder
eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden,
beträgt beim nicht
erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 770 EUR, beim erwerbstätigen
Unterhaltspflichtigen
monatlich 900 EUR.
Hierin sind bis 360 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger
Nebenkosten und
Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt kann angemessen erhöht werden,
wenn dieser Betrag
im Einzelfall erheblich überschritten wird und dies nicht vermeidbar ist.
Der angemessene
Eigenbedarf, insbesondere gegenüber anderen volljährigen Kindern, beträgt in
der Regel
mindestens
monatlich 1.100 EUR. Darin ist eine Warmmiete bis 450 EUR enthalten.
6. Der
Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch
mit dem Eigenbedarf. Er
soll eine
ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und
den unterhaltsberechtigten
Kindern
gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten
unterschritten,
ist der
Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht
unterschritten
wird, anzusetzen.
7. Bei
volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils
wohnen, bemisst sich der
Unterhalt nach der
4. Altersstufe der Tabelle.
Der angemessene
Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder
einem
Elternteil wohnt,
beträgt in der Regel monatlich 640 EUR. Hierin sind bis 270 EUR für Unterkunft
einschließlich
umlagefähiger
Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für
ein
Kind mit eigenem
Haushalt angesetzt werden.
8. Die
Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im
Haushalt der Eltern
oder eines
Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen
ausbildungsbedingten Mehrbedarf
von monatlich 90
EUR zu kürzen.
9. In
den Bedarfsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
sowie
Studiengebühren
nicht enthalten.
10. Das
auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den
Tabellenunterhalt (Bedarf)
anzurechnen.