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Gültigkeit : ab 01.08.2015             zum Stand -> 1. Jan. 2013 -> 1. Jan. 2011 -> 1. Jan. 2010 -> 1. Jan. 2009 -> 1. Jan. 2008 -> 1. Juli 2007 -> 1. Juli 2005 -> 1. Juli 2003 -> 1. Januar 2002

Von den Tabellenbeträgen wird die Hälfte des Kindergeldes abgezogen, wenn die Frau das ganze Kindergeld erhält.

 

Altersstufen in Jahren
(vgl. § 1612 a Abs.3 BGB)

Ein-
kommens-
gruppe

Anrechenbares Einkommen des Unterhaltspflichtigen
in
Euro (Anm. 3, 4)

0-5

6-11

12-17

ab 18

Vom-
hundert-
satz

Bedarfs-
kontroll-
betrag

(Anm. 6)

  1.

bis 1500

328

376

440

504

100

880/1080

  2.

1501-1900

345

395

462

530

105

1180

  3.

1901-2300

361

414

484

555

110

1280

  4.

2301-2700

378

433

506

580

115

1380

  5.

2701-3100

394

452

528

605

120

1480

  6.

3101-3500

420

482

564

646

128

1580

  7.

3501-3900

447

512

599

686

136

1680

  8.

3901-4300

473

542

634

726

144

1780

  9.

4301-4700

499

572

669

767

152

1880

10.

4701-5100

525

602

704

807

160

1980

11.

über 5100

nach den Umständen des Falles

 

Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB

Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Für das 1. und 2. Kind beträgt das Kindergeld derzeit 184 EUR, für das 3. Kind 190 EUR, ab dem 4. Kind 215 EUR.

Kindergeldverrechnungstabelle in Euro

 

1. und 2. Kind

0-5

6-11

12-17

ab 18

%

1.

bis 1500

236

284

348

320

100

2.

1501 - 1900

253

303

370

346

105

3.

1901 - 2300

269

322

392

371

110

4.

2301 - 2700

286

341

414

396

115

5.

2701 - 3100

302

360

436

421

120

6.

3101 - 3500

328

390

472

462

128

7.

3501 - 3900

355

420

507

502

136

8.

3901 - 4300

381

450

542

542

144

9.

4301 - 4700

407

480

577

583

152

10.

4701 - 5100

433

510

612

623

160

 

3. Kind

0-5

6-11

12-17

ab 18

%

1.

bis 1500

233

281

345

314

100

2.

1501 - 1900

250

300

367

340

105

3.

1901 - 2300

266

319

389

365

110

4.

2301 - 2700

283

338

411

390

115

5.

2701 - 3100

299

357

433

415

120

6.

3101 - 3500

325

387

469

456

128

7.

3501 - 3900

352

417

504

496

136

8.

3901 - 4300

378

447

539

536

144

9.

4301 - 4700

404

477

574

577

152

10.

4701 - 5100

430

507

609

617

160

Ab 4. Kind

0-5

6-11

12-17

ab 18

%

1.

bis 1500

220,50

268,50

332,50

289

100

2.

1501 - 1900

237,50

287,50

354,50

315

105

3.

1901 - 2300

253,50

306,50

376,50

340

110

4.

2301 - 2700

270,50

325,50

398,50

365

115

5.

2701 - 3100

286,50

344,50

420,50

390

120

6.

3101 - 3500

312,50

374,50

456,50

431

128

7.

3501 - 3900

339,50

404,50

491,50

471

136

8.

3901 - 4300

365,50

434,50

526,50

511

144

9.

4301 - 4700

391,50

464,50

561,50

552

152

10.

4701 - 5100

417,50

494,50

596,50

592

160

 

 

Anmerkungen:

 

1.             Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist den monatlichen Unterhaltsbedarf

aus, bezogen auf drei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht

identisch mit dem Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden Anmerkungen.

Bei einer größeren/ geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung

in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendigen

Mindestbedarfs aller Beteiligten – einschließlich des Ehegatten – ist gegebenenfalls eine Herabstufung

bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus,

setzt sich der Vorrang der Kinder im Sinne von Anm. 5 Abs. 1 durch. Gegebenenfalls erfolgt zwischen den

erstrangigen Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.

 

2.             Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbedarf in Euro gemäß § 1612 a BGB

i. V. m. § 36 Nr. 4 EGZPO. Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe

gegenüber dem Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des

gerundeten Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612 a Abs. 2

S. 2 BGB aufgerundet.

 

3.             Berufsbedingte Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten nach objektiven Merkmalen

eindeutig abgrenzen lassen, sind vom Einkommen abzuziehen, wobei bei entsprechenden Anhaltspunkten

eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens - mindestens 50 EUR, bei geringfügiger Teilzeitarbeit

auch weniger, und höchstens 150 EUR monatlich - geschätzt werden kann. Übersteigen die berufsbedingten

Aufwendungen die Pauschale, sind sie insgesamt nachzuweisen.

 

4.             Berücksichtigungsfähige Schulden sind in der Regel vom Einkommen abzuziehen.

 

5.             Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt)

- gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern,

- gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt

der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden,

beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 770 EUR, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen

monatlich 900 EUR. Hierin sind bis 360 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger

Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt kann angemessen erhöht werden,

wenn dieser Betrag im Einzelfall erheblich überschritten wird und dies nicht vermeidbar ist.

Der angemessene Eigenbedarf, insbesondere gegenüber anderen volljährigen Kindern, beträgt in der Regel

mindestens monatlich 1.100 EUR. Darin ist eine Warmmiete bis 450 EUR enthalten.

 

6.             Der Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er

soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten

Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unterschritten,

ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten

wird, anzusetzen.

 

7.             Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der

Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle.

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem

Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 640 EUR. Hierin sind bis 270 EUR für Unterkunft einschließlich

umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein

Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.

 

8.             Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern

oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf

von monatlich 90 EUR zu kürzen.

 

9.             In den Bedarfsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie

Studiengebühren nicht enthalten.

 

10.           Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf)

anzurechnen.