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Gültigkeit : ab 01.01.2016             zum Stand -> 1. Aug. 2015 -> 1. Jan. 2013 -> 1. Jan. 2011 -> 1. Jan. 2010 -> 1. Jan. 2009 -> 1. Jan. 2008 -> 1. Juli 2007 -> 1. Juli 2005 -> 1. Juli 2003 -> 1. Januar 2002

Von den Tabellenbeträgen wird die Hälfte des Kindergeldes abgezogen, wenn die Frau das ganze Kindergeld erhält.

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Düsseldorfer Tabelle - gültig ab 01.01.2016

Altersstufen in Jahren (§ 1612 a Abs.1 BGB)

Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen (Anm. 3, 4)

0-5

6-11

12-17

ab 18

Prozentsatz

Bedarfs- kontroll- betrag (Anm. 6)

1.

bis 1500

335 384 450 516

100

880 / 1080

2.

1501-1900

352

404

473

542

105

1180

3.

1901-2300

369

423

495

568

110

1280

4.

2301-2700

386

442

518

594

115

1380

5.

2701-3100

402

461

540

620

120

1480

6.

3101-3500

429

492

576

661

128

1580

7.

3501-3900

456

523

612

702

136

1680

8.

3901-4300

483

553

648

744

144

1780

9.

4301-4700

510

584

684

785

152

1880

10.

4701-5100

536

615

720

826

160

1980

11.

über 5100

nach den Umständen des Falles

Anmerkungen:

1. Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist den monatlichen Unter-haltsbedarf aus, bezogen auf zwei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden Anmerkungen. Bei einer größeren/ geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendi-gen Mindestbedarfs aller Beteiligten – einschließlich des Ehegatten – ist gegebenenfalls eine Herabstufung bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus, setzt sich der Vorrang der Kinder im Sinne von Anm. 5 Abs. 1 durch. Gegebenenfalls erfolgt zwischen den erstrangigen Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.

2. Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbedarf gemäß der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a Absatz 1 BGB vom 3. De-zember 2015 (BGBl. I 2015, 2188). Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe gegenüber dem Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des gerundeten Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612 a Abs. 2 S. 2 BGB aufgerundet.

3. Berufsbedingte Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten nach objektiven Merkma-len eindeutig abgrenzen lassen, sind vom Einkommen abzuziehen, wobei bei entsprechenden Anhaltspunk-ten eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens - mindestens 50 EUR, bei geringfügiger Teilzeitarbeit auch weniger, und höchstens 150 EUR monatlich - geschätzt werden kann. Übersteigen die berufsbeding-ten Aufwendungen die Pauschale, sind sie insgesamt nachzuweisen.

4. Berücksichtigungsfähige Schulden sind in der Regel vom Einkommen abzuziehen.

5. Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt) - gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern, - gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 880 EUR, beim erwerbstätigen Unter-haltspflichtigen monatlich 1.080 EUR. Hierin sind bis 380 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt soll erhöht werden, wenn die Wohn-kosten (Warmmiete) den ausgewiesenen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind. Der angemessene Eigenbedarf, insbesondere gegenüber anderen volljährigen Kindern, beträgt in der Regel mindestens monatlich 1.300 EUR. Darin ist eine Warmmiete bis 480 EUR enthalten.

6. Der Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unter-haltsberechtigten Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unter-schritten, ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unter-schritten wird, anzusetzen.

7. Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle. Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 735 EUR. Hierin sind bis 300 EUR für Unterkunft einschließ-lich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.

8. Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbe-darf von monatlich 90 EUR zu kürzen.

9. In den Bedarfsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren nicht enthalten.

10. Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.


Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b BGB auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Ab dem 1. Januar 2016 beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind 190 EUR, für das dritte Kind 196 EUR und ab dem vierten Kind 221 EUR (BGBl. I 2015, 1202 ff.).

Kindergeldverrechnungstabelle in Euro

1. und 2. Kind

0 - 5

6 - 11

12 - 17

ab 18

%

1.

bis 1500

240

289

355

326

100

2.

1501-1900

257

309

378

352

105

3.

1901-2300

274

328

400

378

110

4.

2301-2700

291

347

423

404

115

5.

2701-3100

307

366

445

430

120

6.

3101-3500

334

397

481

471

128

7.

3501-3900

361

428

517

512

136

8.

3901-4300

388

458

553

554

144

9.

4301-4700

415

489

589

595

152

10.

4701-5100

441

520

625

636

160

3.Kind

0 - 5

6 - 11

12 - 17

ab 18

%

1.

bis 1500

237

286

352

320

100

2.

1501-1900

254

306

375

346

105

3.

1901-2300

271

325

397

372

110

4.

2301-2700

288

344

420

398

115

5.

2701-3100

304

363

442

424

120

6.

3101-3500

331

394

478

465

128

7.

3501-3900

358

425

514

506

136

8.

3901-4300

385

455

550

548

144

9.

4301-4700

412

486

586

589

152

10.

4701-5100

438

517

622

630

160

Ab 4. Kind

0 - 5

6 - 11

12 - 17

ab 18

%

1.

bis 1500

224,50

273,50

339,50

295

100

2.

1501-1900

241,50

293,50

362,50

321

105

3.

1901-2300

258,50

312,50

384,50

347

110

4.

2301-2700

275,50

331,50

407,50

373

115

5.

2701-3100

291,50

350,50

429,50

399

120

6.

3101-3500

318,50

381,50

465,50

440

128

7.

3501-3900

345,50

412,50

501,50

481

136

8.

3901-4300

372,50

442,50

537,50

523

144

9.

4301-4700

399,50

473,50

573,50

564

152

10.

4701-5100

425,50

504,50

609,50

605

160