Vorwort
Diesesmal haben wir unsere Reise über ein Reisebüro gebucht, welches ich zufällig im Internet entdeckt habe. Die Möglichkeit alles individuell zusammenzustellen kam uns sehr entgegen, da fast alle interessanten lastminute-Angebote ausgebucht waren. Die erste Woche sollte dem Land und den Leuten gewidmet sein. Eine 8-tägige Rundreise mit einem Kleinbus war ein guter Einstieg. Insgesamt waren wir 13 Touristen und 3 Einheimische (Reiseführer, Busfahrer und Laufbursche ;-)). 

Am Vortag unserer Reise brachten wir unsere Gepäck zum Late-Nite-Check-In im Flughafen. Auf die Idee sind die anderen 30 Leute auch gekommen die vor uns in der Schlange standen. Als wir dann endlich dran waren wollte der Sicherheitsmensch auch noch in den Koffer sehen, weil er die Lautsprecher für den Walkman nicht richtig identifizieren konnte. Natürlich hatten wir den Schlüssel zu hause vergessen, so dass ich nochmal nach hause fahren durfte. Nach einer weiteren Stunde hatten wir dann endlich eingecheckt. Alles weitere im Inhalt.
Mögest Du ein langes Leben geniesen Zur Bildergalerie
       



Um 16:50 Uhr fuhren wir mit dem Bus zur S-Bahnstation Feldmoching. Die S-Bahn kam pünktlich um 17:05 Uhr. Der geplante Abflug war um 18:40 Uhr. Mit halbstündiger Verspätung hob der Flieger dann ab. Wir hatten über das Reisebüro noch Restplätze zu einem super Preis bekommen (470 Euro p.P mit LTU A340).
Die Flugzeit betrug 8 Stunden und 40 Minuten. Wir landeten in Colombo um 8:50 Uhr Ortszeit (+5 Std). Nachdem wir unsere Koffer hatten wurden wir am Ausgang von Roy unserem  Reiseleiter für die Meier's Rundreise zu unserem Bus geführt. Es war ein Kleinbus mit ca. 20 Sitzplätzen. Das Gepäck wurde auf die freien Sitze verteilt, da der Bus keinen Gepäckraum hatte. Das sollte auch kein Problem sein weil wir zunächst nur 8 Reiseteilnehmer waren.

Wir fuhren dann ca. eine halbe Stunde zu einem Hotel wo die restlichen 5 Reiseteilnehmer warteten. Das gesamte Gepäck wurde dann in einen Minivan umgeladen, so dass alle im Reisebus Platz hatten. Die Fahrt ging dann 2 ½ Stunden weiter in Richtung Kurunegala. Während der Fahrt blies mir ständig die Klimaanlage ins Genick was sich am nächsten Tag rächen sollte. Wir bezogen hier unser Hotel für die nächsten drei Nächte. Das 'Village' ist ein richtiges Durchgangshotel was sich auch in der wenig freundlichen Atmosphäre wiederspiegelt. Die Zimmer sind muffig und nur zweckmässig ausgestattet. Sie hatten keine Klimaanlage sondern nur einen Deckenquirl. Insgesamt hat dieses Hotel nicht mehr als zwei Sterne verdient!





Der zweite Tag begann für mich mit Fieber und Kopfschmerzen. Die Klimaanlage im Bus hatte mich geschafft. Deswegen blieb ich krank im Bett zurück während sich der Rest der Reisegruppe alleine nach Sigiriya aufmachte. Am Nachmittag ging es mir schon besser. Allerdings blieb ich auch im Hotel als sich die Reisegruppe nach Polonaruwa aufmachte.
Nach dem Abendessen im Hotel gab es eine Vorführung von Folkloretänzern und Feuerläufern.





Nach dem Frühstück um 7 Uhr ging es nach Anuradhapura zur Besichtigung des heiligen Bo-Baumes und der verschiedenen Dagobas. Auf der Rückfahrt machten wir in Dambulla halt und besichtigten die Höhlentempel. Diesesmal brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, dass wir uns die Fußsohlen auf den heissen Pflastern im Tempelhof verbrennen, da die Sonne durch Schleierwolken verdeckt war. Am Abend gab es im Hotel ein Magic-Show.





Heute hies es Koffer packen, denn nach dem Frühstück ging es weiter nach Kandy. Auf der Fahrt machten wir an einem staatlichen Spice-Garden halt. Es gibt eigentlich keinen grossen Unterschied zu den vielen privaten Spice-Garden ausser dass hier die Preise im Shop ausgezeichnet und festgelegt sind. Ich habe mich durchgerungen ein eigentlich viel zu teures Schlankheitsmittel zu erstehen, welches aus dem Saft der roten Ananas und noch anderen Kredentien besteht. Die 30 Tage Kurpackung kostete über 53 Euro. Genützt hat es nichts!
In Kandy bezogen wir das auf den Hügeln über der Stadt gelegene Toumaline Hotel. Endlich ein Zimmer mit Klimaanlage. Sie war allerdings so laut dass wir sie in der Nacht ausschalten mussten. Nach einer Erfrischungspause ging es gleich wieder hinunter in der Botanischen Garten. Nach zweistündiger Besichtigung fuhren wir zu einer Vorführung der Kandy-Dancers, die in so einer Art Theatersaal stattfand. Anschliessend besichtigten wir den Zahntempel.

Um 20 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel zum Abendessen. Das Toumaline Hotel war sicherlich eine Klasse besser als das 'Village Hotel'.





Nach dem reichhaltigen Frühstück fuhren wir hinunter nach Kandy zum Shoppen. Wir mieteten uns zuerst ein Tuk-Tuk und fuhren damit auf einen Hügel auf dem sich ein Buddhistentempel befand. Zur Mittagszeit ging es dann mit dem Reisebus nach Pinawela in Elefantenweisenhaus. Hier aßen wir auch zu Mittag in einem Restaurant direkt am Fluß wo die Elefanten badeten. Am Abend waren wir wieder zurück im Hotel. Nach dem Abendessen blieben wir alle noch eine Weile in einer sehr lustigen Runde zusammen.





An diesem Tag mussten wir schon sehr früh aufstehen, weiles um 6:45 Uhr schon weiterging nach Nuwara Eliya. Die Fahrt ging durch unzählige Kurven und Anstiege in Hochland. Unterwegs konnten wir eine Teefabrik besichtigen und die Verarbeitungsgänge der Teeblätter verfolgen. Das Kilo besten B.O.P. kostete hier nur 450 Rupies (4,50 Euro).
Gegen 15.30 Uhr sind wir im St. Andrews Hotel in Nuwara Eliya angekommen. Das Zimmer in diesem 'antiken' Hotel war nicht sehr ansprechend und sehr laut als der Stromgenerator vorm Fenster anlief. Es gelang mir aber das Zimmer zu wechseln obwohl angeblich alle Zimmer ausgebucht waren. Das zweite Zimmer im neueren Trakt war wesentlich schöner und größer und vor allem ruhig. Nachdem wir eingerichtet waren sind wir im Stadtgarten spazieren gegangen. Ein netter Gärtner hat uns dort voller Stolz seine botanischen Besonderheiten präsentiert. Anschließend sind wir zurück ins Hotel und haben eine Partie Snooker gespielt. Um 20 Uhr gingen wir zu Abendessen was auf Grund der Auslastung des Speisesaales direkt vor der Küche stattfand. Unsere Klamotten rochen nachher so als hätten wir selbst gekocht.

Im Anschluss an das Abendessen fanden wir uns zu einem Länderspiel Deutschland -Österreich im Snookerraum ein. Leider verloren wir knapp mit 55:56. Erst gegen Mitternacht hatten wir genug vom Snooker.





Auch heute mussten wir wieder sehr früh aufstehen. Nun ging es wieder zurück nach Colombo. Zwischen durch machten wir Station in einem Restaurant, weil 2 der Teilnehmer eine Schlauchboot-Raftig-Tour gebucht hatten. Nachdem sie hier eingetroffen waren ging es weiter.
In Colombo eingetroffen verabschideten wir uns von unsrem Reiseleiter Roy und seinen Helfern. Die nächste Nacht verbrachten wir im 5-Sterne Hotel Galadary. Hier war allerdings nur das Frühstück inclusive, so dass wir uns zum Abendessen gemeinsam in eine Restaurant in Strandnähe begaben. Dort gab es ein sehr gutes Reis & Curry Buffet. Nachdem wir mehrfach darum gebeten hatten die Klimaanlage auszuschalten (es war wie im Kühlschrank) war es auch sehr gemütlich. Nachdem wir ins Hotel zurückgekehrt waren namen wir noch einen Drink in der Hotelbar.





Nach dem Aufstehen um 7:30 Uhr ging es zu einem ziemlich chaotischen Frühstück in der Lobby. Es dauerte ziemlich lange bis das alte benutzte Geschirr vom Tisch geräumt war und man eine frische Tasse hatte. Für das Frühstück hat das Hotel seine 5 Sterne bestimmt nicht bekommen. 
Eigentlich hatten wir keinen Transfer zum Standhotel gebucht - das war irgendwie untergegangen. Deswegen fragte ich den Reiseleiter vom Transferbus der anderen Teilnehmer ob sie uns nach Bentota mitnehmen würden. Nach einigen Telefonaten und 10 Euro hat das auch geklappt und so fuhren wir nach Bentota ins Ceysands Hotel. Wir waren die einzigen aus unserer Reisegruppe die bei diesem Hotel abgesetzt wurden. Eigentlich schade denn mittlerweile waren wir eine wirklich lustige Gemeinschaft.





Jetzt hatte das frühe Aufstehen erst mal ein Ende. Nachdem wir um 9:00 Uhr gefrühstückt hatten schauten wir uns erst einmal die Hotelanlage an. Das Ceysands liegt nur 5 Gehminuten vom Lihiniya Surf entfernt und trotzdem ist es uns im letzten Jahr nicht aufgefallen. Die Anlage ist eingebettet zwischen dem Bentotafluss auf der einen und dem endlosen Meer auf der anderen Seite. Um nach Bentota zu kommen muss man entweder mit dem hoteleigenen Fährboot übersetzen oder am Strand entlang Richtung Süden gehen.
Das Abendessen wurde an diesem Abend am Strand serviert.





Die 14 Tage im Strandhotel Ceysands dienten ausser gelegentlich kleineren Ausflügen mit dem Tuk-Tuk fast ausschliesslich der Erholung. Zu bemerken wäre noch dass 90 % der deutschen Urlauber auf Sri Lanka aus den neuen Bundesländern waren. Erstaunlich finde ich! 


Kurz vor Ende des Strandurlaubs wurden wir auf eine sehr günstige Einkaufsmöglichkeit in Colombo aufmerksam. Einer der Kellner hatte uns nach Colombo begleitet und uns das 'House of Fashon' und 'ODEL' (exclusive Waren) gezeigt. Hier kann man Markenware billigst erstehen. Ich habe mir beispielsweise eine Boss-Jeans für umgerechnet 7,50 Euro gekauft - oder ein Ralph Lauren Polo-Shirt für 5,50 Euro. Die Waren sind im Gegensatz zu billigen Fälschungen die es in anderen Ländern zu kaufen gibt Originalware die in Sri Lanka produziert bzw. genäht wird. Die Original-Label der Marken werden hier teilweise sogar herausgeschnitten um sie billig verkaufen zu können. Falls wir nochmal hier Urlaub machen werden wir uns unsere gesamte Garderobe hier zulegen und nichts von zuhause mitnehmen.


Als ich vor mehr als zwanzig Jahren zum ersten mal auf Sri Lanka Urlaub machte lernte ich die Familie deSilva kennen. Mittlerweile betreiben sie auch ein kleines Gästehaus mit sehr familierer Atmosphäre. Die neuste Errungenschaft meines Freundes Ravi deSilva ist seine nigelnagelneue Cabana die er jetzt neben dem Haus seiner Eltern errichtet hat und sehr günstig vermietet (ca. 600 Rupies für ÜF).

Sorry - aber daraus kann jetzt nichts mehr werden.

Auswirkungen des TSUNAMI: Cabana - Haus der Familie de Silva



 



Um 6:30 Uhr wurden wir geweckt. Nach dem Frühstück um 7:30 Uhr fuhren wir mit einem Pkw los in Richtung Colombo. Den Transfer hatten wir im Reisebüro gebucht.
Gute drei Stunden vor Abflug erreichten wir den Flughafen glücklicherweise vor den Reisebussen. So konnten wir als erste einchecken.

Der Rückflug verlief ohne besondere Ereignisse.